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BRD / DDR - Vergangenheit





Paoli et al.: Doping für Deutschland

Titel: Doping für Deutschland

Die »Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin«:
Geschichte, Ergebnisse und sportpolitische Forderungen

 

Autoren:  Letizia Paoli, Hans Hoppeler, Hellmut Mahler, Perikles Simon, Fritz Sörgel, Gerhard Treutlein

 

transcript Verlag Bielefeld

18. Mai 2022, 260 Seiten

Print-ISBN 978-3-8376-6052-4
PDF-ISBN 978-3-8394-6052-8

Print: 35,00€, PDF 34,99 €




>>> c4f: Vorstellung einzelner Kapitel

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Nachdem 2007 das Doping de Radsportteams Telekom umfassender publik wurde als es die Vermutungen zuvor zuließen und deutlich wurde, welch große Rolle dabei die Sportmedizin der Universität Freiburg spielte, setzte die Universität zwei Untersuchungskommissionen ein.

„Sie wollte damit dokumentieren, dass es sich bei diesem Sportbetrug um einen innerhalb einer Universität unerhörten Vorgang handelte und rückhaltlose Aufklärung die beste Chance sei, um den Ruf der Universität zu schützen.“

Der ersten Kommission unter Leitung von Joachim Schäfer hatte zur Aufgabe die Vorkommnisse rund um den Radsport aufzuklären. Im Ergebnis ging es um die Sportmediziner Dr. Andreas Schmid und Dr. Lothar Heinrich. Die Netzwerke, in die sie eingebunden waren, fanden wenig Beachtung. „Das Problem, ob das Handeln von Schmid und Heinrich nur die Spitze eines Eisbergs gewesen sein könnte, wurde nicht bearbeitet.“

 

Diese Aufgabe, die Gesamtevaluation der Freiburger Sportmedizin, fiel der zweiten Kommission „[ab Ende 2009] unter Leitung der Kriminologin Prof. Dr. Letizia Paoli von der Universität Leuven, zuletzt in der Besetzung mit Dr. Hellmut Mahler (Landeskriminalamt Düsseldorf), Prof. Dr. Dr. Perikles Simon (Leiter der Sportmedizin der Universität Mainz), Prof. Dr. Fritz Sörgel (Chef des Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung, Nürnberg), Prof. Dr. Hans Hoppeler (Universität Bern), Prof. Dr. Gerhard Treutlein (PH Heidelberg)“ ohne zeitliche Beschränkung zu.

 

Die Kommission legte ihre Arbeit 2016 nieder. Zu groß wurden die Widerstände und stets vorhandene Konflikte zwischen der Universität Freiburg und Mitgliedern der Kommission.

Die gesamte Laufzeit des Projektes der Evaluierungskommission war geprägt von Hindernissen, internen und externen Konflikten. Die Erfüllung des Auftrags war immer gefährdet. So dass auch nach Auflösung der Kommission sehr viele Fragen offen bleiben.

Letizia Paoli :

"Trotz langjähriger, intensiver Arbeit und der Fertigstellung
mehrerer, zum Teil sehr ausführlicher Gutachten konnte die Kommission
aufgrund vieler Widerstände und mangelnder Unterstützung vonseiten
des Auftraggebers ihre Arbeit nicht formell abschließen. Deswegen haben wir,
die sechs Mitglieder der Kommission in ihrer letzten Besetzung, beschlossen,
die wichtigsten Resultate der Kommissionsarbeit in diesem Buch zu veröffentlichen."

 

"Mit unserer Zusammenfassung der mühsamen Aufklärungsarbeit der Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin wollen wir keineswegs eine rückwärtsgewandte Debatte fördern, was in Freiburg und anderswo in der Vergangenheit falsch gelaufen ist. Statt Schuldzuweisungen möchten wir vielmehr eine zukunftsorientierte Debatte um eine moderne Sportpolitik anstoßen. Die zentrale Frage dieser Debatte lautet: Was gemacht werden kann und muss, um wenigstens die Gesundheit der mit staatlichen Mitteln geförderten Athleten, das Fairplay im olympischen und öffentlich finanzierten Sport und die Integrität universitärer sportmedizinischer Einrichtungen zu gewährleisten?



Zusammenfassungen einzelner Kapitel

Im Folgenden finden sich Hinweise und Zusammenfassungen einzelner Kapitel mit Zitaten aus dem Buch "Doping für Deutschland". Es handelt sich dabei um keine Buchbesprechung mit Kommentaren meinerseits, sondern  um den Versuch einer möglichst genauen, wenn auch subjektiv geprägten, inhaltlichen Wiedergabe der Ausführungen der Autor*innen, denn dieses Buch schildert neben Ergebnissen ihrer Forschungsarbeit vor allem auch persönliche Erfahrungen und Einschätzungen. 

 

Die Kapitel zu Josef Keul und Armin Klümper werden demnächst in die vorliegenden Texte auf c4f eingearbeitet und nicht noch einmal gesondet vorgestellt.

Zitate werden erkenntlich durch Einrücken und Anführungszeichen.





 

Monika, Juli, August 2022


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